Soziale Stadt aus Frauensicht
Frauen sind besonders von Armut betroffen. Als Alleinerziehende, als Geringverdienerinnen, als Teilzeitbeschäftigte, als Partnerinnen, die sich immer noch viel zu oft für die Karriere ihres männlichen Partners aufopfern, sich um die gemeinsamen Kinder kümmern – und dann mit leeren Händen dastehen, wenn die Partnerschaft in die Brüche geht. Gleichzeitig engagieren sich Frauen in besonderem Maße ehrenamtlich für soziale Belange in ihrem Lebensumfeld. Fragen zur sozialen Stadt sind deshalb immer auch Geschlechterfragen.
Deshalb lädt der Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen Berlin anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März dazu ein, über „Soziale Stadt aus Frauensicht“ zu diskutieren.
Dazu erklärt die gender-und frauenpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen Berlin Christine Wübbena:
„Wir brauchen endlich eine eigenständige Existenzsicherung für Frauen, unabhängig vom Familienstand oder auch Partnereinkommen. Außerdem müssen für Frauen die Rahmenbedingungen verbessert werden. Das gilt vor allem für die Vereinbarkeit von Beruf und Kindern. Dazu braucht es ausreichend Kinderbetreuungsplätze und ein umfassendes Ganztagsschulangebot. Außerdem brauchen wir einen Mindestlohn von 7,50 Euro, damit alle von ihrer Arbeit auch leben können. Nötig ist zudem die Einführung des Grünen Progressiv-Modells, bei dem die Sozialbeiträge für Geringverdiener gesenkt werden und gestaffelt erst ab 2000 Euro voll greifen. Auch muss der Hartz-IV-Satz auf 420 Euro erhöht werden. Allerdings geht die Politik der schwarz-gelben Bundesregierung gegenwärtig genau in die entgegengesetzte Richtung: Für die Steuergeschenke an einige Besserverdienende dürfen jetzt die Kommunen bluten, müssen Turnhallen, Schwimmbäder und Bibliotheken eingeschränkt oder sogar geschlossen werden. Das konterkariert alle Bemühungen in den Bezirken lebenswerte und lebensfähige Quartiere zu entwickeln. Eine soziale und geschlechtergerechte Stadtentwicklung ist unter diesen Umständen kaum noch möglich.“
Der Frauenpolitische Brunch „Soziale Stadt aus Frauensicht“ zum Internationalen Frauentag mit Ramona Pop, Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus und Hanna Schumacher, Bezirksverordnete aus Neukölln sowie Christine Wübbena, gender- und frauenpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen Berlin findet bereits am Sonntag, den 07. März, um 11 Uhr, im Café Locus, Marheinekeplatz 4, 10961 Berlin statt.
März 6, 2010
Tags: Frauen, Gender, Gender/Frauenpolitik, Presseerklärung, Soziale, Stadt, Stadtentwicklung Posted in: Gender/Frauenpolitik
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Berlin goes Gender – Berlin ist vielfältig
Auf der Landesfrauenkonferenz “Berlin goes gender – Berlin ist vielfältig” von Bündnis 90/Die Grünen Berlin am vergangenen Wochenende diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in fünf Workshops über die Gleichstellungsfähigkeit des (Berliner) Hochschulsystems und den Frauenmangel in der Wissenschaft, die aktuelle Schulstrukturreform und ihre Auswirkungen auf Geschlechtergerechtigkeit in der Schule, Chancen und Grenzen von Gender und Diversity Politik und Management, die prekäre Situation von Kreativen in Berlin sowie über Mobilität. Die Dokumentation erscheint demnächst auf den Seiten des grünen Berliner Landesverbandes.
In der abschließenden Podiumsdiskussion “Religion und Geschlechtergerechtigkeit” diskutierten Hasret Karacuban, Sprecherin des Arbeitskreises grüner MuslimInnen NRW, Michal Kümper, Promovierende der jüdischen Geistes- und Kulturgeschichte, Bettina Jarasch, Mitglied im grünen Landesvorstand und Vorsitzende des Pfarrgemeinderats einer katholischen Gemeinde in Kreuzberg, Kirsten Wiese, Mitglied der Humanistischen Union und Armin Feistenauer, Sprecher der grünen Jugend Berlin über das Verhältnis von Toleranz, Geschlechtergerechtigkeit und Glauben, von Säkularisierung und Integration.
Hier einige Impressionen, fotografiert von Oliver Münchhoff:

März 6, 2010
Tags: Diversity, Gender/Frauenpolitik, Genderpolitik, Geschlechtergerechtigkeit, Gleichstellung, Religion, Wissenschaft Posted in: Gender/Frauenpolitik
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Neues Mentoring Programm: Auftakt am 16.11.
Das neue Mentoring-Programm von Bündnis 90/ Die Grünen Berlin startet am kommenden Montag, den 16.11. um 18 Uhr mit einer Auftaktveranstaltung in der Bundesgeschäftsstelle. Bei dieser Gelegenheit können sich alle Mentees und MentorInnen kennenlernen und zudem wird Susanne Ahlers, Inhaberin eines Beratungsunternehmens für Coaching, Mentoring, Gender Mainstreaming und Frauen in Führungspositionen, einen einführenden Vortrag zum Mentoring halten.
Wir begrüßen die gute Resonanz zum neuen Mentoring-Programm. Insgesamt 19 Tandems werden teilnehmen. Erfreulicherweise konnten wir dabei alle Mentees und MentorInnen berücksichtigen, die sich für das Programm beworben haben und weitgehend auch die gewünschten Interessensschwerpunkte der MentorInnen und Mentees. Mentoring und Frauenförderung sind bei unserem Programm nicht nur Frauensache. Die Hälfte der MentorInnen des Programms, welches sich an neue Frauen in der Partei richtet, sind Männer.
Wir freuen uns auf den Austausch und die gemeinsamen Erfahrungen im Rahmen des Programms. Alle Mentees sind herzlich eingeladen zu unserer Frauenvollversammlung am 20.11. und dem anschließenden Landesparteitag am 21.11. Für Januar planen wir zudem einen eigenen Neujahrsstammtisch für alle Mentees und MentorInnen. Am 6. und 7. Februar 2010 wird unsere große Landesfrauenkonferenz stattfinden, zu der unsere Mentees ebenfalls herzlich willkommen sind. Ein eigener Workshop für die Mentees ist ebenfalls in Planung. Der Abschluss des Programms wird im April 2010 sein.
November 10, 2009
Tags: Frauenförderung, Mentoring, Nachwuchsförderung Posted in: Gender/Frauenpolitik
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Mut zur Bewegung – Antrag zum Landesparteitag am 21.11.09
In seinem Antrag für die Bundesdelegiertenkonferenz “Grün macht Zukunft” erklärt der grüne Bundesvorstand zur grünen Oppositionsarbeit in den kommenden Jahren:
“Wir sind die Partei, die kampagnenfähig und gut vernetzt ist, um den Protest auch auf die Straße zu bringen. Wir sind die harte Opposition, die Schwarz-Gelb verdient, weil wir inhaltliche Alternativen vorlegen. [...] Deshalb werden wir uns auch weiterhin als Denkfabrik verstehen, die mit der Gesellschaft in Dialog tritt, neue Ideen und die Anliegen vieler Menschen früher als andere aufgreift und neue Konzepte statt Parolen auf die politische Agenda setzt. [...] Für diese Aufgabe brauchen wir die Leidenschaft, die Kreativität, das Engagement aller in unserer Partei. Und wir brauchen eine Kultur der Anerkennung und des offenen Diskurses.”
Als Partei, deren Geschichte auch die Geschichte der Bewegungen spiegelt, aus denen sie hervorgegangen ist – sei es die Umweltbewegung, die Friedensbewegung oder die Frauenbewegung – möchten wir in unserem Antrag zur Berliner Landesdelegiertenkonferenz am 21.11. “Mut zur Bewegung” machen, zum kontinuierlichen Dialog auf Augenhöhe mit den Bewegungen und BürgerInneninitiativen. Bis zur Abgeordnetenhauswahl 2011, aber auch darüber hinaus gilt es jetzt nicht nur, die BerlinerInnen von grünen Positionen zu überzeugen, sondern vor allem auch aufmerksam zu sein, zuzuhören und präsent zu sein, wenn Menschen zusammenkommen und politisch aktiv werden. So verschieden die Anliegen sein mögen, gemeinsam ist doch allen Menschen in unserer Stadt, dass sie engagiert und informiert für Ihre Belange kämpfen und von uns – der Politik – erst einmal eins erwarten: Ernst genommen zu werden. Ihr Anliegen soll bei uns auf offene Ohren und aufmerksame Augen stoßen. Es geht darum, als Partei auch in Zukunft lebendig zu bleiben, am Puls der Zeit und immer in Bewegung.
Wir würden uns über weitere UnterstützerInnen unseres Antrages sehr freuen wie auch über Anregungen, Kritik oder Diskussion!
Oktober 18, 2009
Tags: Berlin, Bewegungen, Bürgerinitiativen, Dialog, Opposition, Zivilgesellschaftliches Engagement Posted in: Allgemeines
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Entscheidungsfreiheit statt Bekehrungswahn: Demo am 26.09.
Für Samstag, den 26.09. hat der Bundesverband Lebensrecht einen Schweigemarsch “1000 Kreuze für das Leben” angekündigt. Auf deren Homepage steht dazu:
Mit einem “Marsch fuer das Leben” will daher der Bundesverband Lebensrecht (BVL) am 26. September in Berlin wie schon in den letzten Jahren an die hunderttausendfache Toetung vorgeburtlicher Menschen in unserem Land erinnern und gedenken.
Die Ächtung von Schwangerschaftsabbrüchen als “vorgeburtliche Kindstötung” oder Mord ist für uns Ausdruck eines fundamentalistischen Weltbildes, das Frauen jedes Recht auf Selbstbestimmung aberkennt. Wir begrüßen sehr, dass es eine Gegendemonstration von jungen FeministInnen geben wird und rufen alle zur aktiven Teilnahme daran auf. Weitere Infos in unserer Pressemitteilung.
Die Gegendemonstration startet am Samstag, den 26.09. um 12:30 am Neptunbrunnen gegenüber dem Roten Rathaus in Berlin.
September 24, 2009
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